Dr. Martin Prein - Initiator Letzte Hilfe Kurs

Dr. Martin Prein - Letzte Hilfe Kurs Initiator

Martin Prein ist dem Tod auf vielfältigste Weise begegnet.

Als Sanitäter, als Bestatter während seines Psychologie-Studiums, auf der Tour mit dem Kriseninterventionsteam. Dieses zentrale Thema hat er schließlich zum Beruf gemacht.

Thanatologe Dr. Martin Prein, Linz

Martin Prein ist dem Tod in vielen Facetten begegnet. Begonnen hat seine berufliche Karriere allerdings mit einer abgeschlossenen Rauchfangkehrerlehre und als Lagerarbeiter im Baustoffhandel.

Als Sanitäter beim Roten Kreuz in Grieskirchen gab es erste Situationen, wo er dem Tod in großer Intensität begegnet ist.

Neben dieser ehrenamtlichen Tätigkeit drehte sich das Jobkarussell weiter. Vom Metallarbeiter, Busfahrer, LKW-Fahrer und Bestatter, bis er sich entschloss die Studienberechtigungsprüfung für das Psychologiestudium an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt - mit dem Schwerpunkt Klinische Psychologie, Psychotherapie und Psychoanalyse - zu machen.

2003 begann er mit dem Studium und arbeitete weiterhin als Bestatter. Dort initiierte Prein u.a. eine Akutbetreuung im Haussterbefall, insgesamt hat Prein 15 Jahre Erfahrung im Bestattungswesen sammeln können.

Neben ersten Vortrags- und Seminartätigkeiten schloss er das Doktoratsstudium mit dem Dissertationstitel: Der Leichnam – Das (Un-)Begreifbare der menschlichen Endlichkeit ab.

2013 gründete Prein das Institut für Thanatologie.

Wichtige Fragen & Antworten

1Wem gehört die Leiche?
Im Sinne einer Sache gehört der Leichnam niemandem. Es gibt jedoch sogenannte Verfügungsberechtigte, die über den toten Körper verfügen können. Etwa haben wir als hinterbliebene Angehörige ein sogenanntes Totenfürsorgerecht.
2Gibt es ein Leichengift?
Nein! Nachdem der Tod eingetreten ist, entstehen im toten Körper durch den Zerfall von Eiweiß Substanzen, die vielleicht nach einiger Zeit unangenehm riechen können. Eine giftige Wirkung haben diese Stoffe auf uns Lebende jedoch nicht. Wie einer der renommiertesten Rechtsmediziner Österreichs, Hans Bankl, diagnostizierte: "Die Bezeichnung Leichengift ist irreführend!" Es ist im Normalfall absolut unbedenklich, den geliebten Verstorbenen noch ein letztes Mal zu sehen und zu berühren.
3Man hat mir, als mein Vater starb, anempfohlen, ich sollte ihn so in Erinnerung behalten, wie er war. Ist das nicht überhaupt besser so?
NUR der trauernde Hinterbliebene kann entscheiden, ob er/sie den Verstorbenen noch einmal sehen möchte oder nicht. Der Satz "behalte ihn so in Erinnerung wie er war" kommt oft zu schnell vom Umfeld. Dabei spielt auch die Angst vor zu heftigen Trauerreaktionen eine Rolle. Ein guter Bestatter lädt die Hinterbliebenen ein, sich noch einmal vom Körper des Toten zu verabschieden und begleitet die Trauernden dabei.
4Was soll man denn zu jemandem sagen, der voller Trauer und Schmerz ist, weil er vor kurzem einen Todesfall in der Familie hatte? Wie kann man da trösten?
Es gibt einen ganz wichtigen Satz aus der Trauerbegleitung bzw. Krisenintervention und der lautet: "Lindern heißt oft auch behindern". Es geht in der Begegnung mit trauernden Mitmenschen nicht darum, jetzt einen tröstenden Satz zu wissen. Oft geht es nur darum, das Unsagbare - auch ohne Worte - mit den Betroffen auszuhalten und "nur" da zu sein. Der Letzte Hilfe Kurs will den TeilnehmerInnen gerade in diesem Punkt Hilfestellungen anbieten und ermutigen unseren Mitmenschen, die einen schweren Verlust zu betrauern haben, zu begegnen.
Diese und viele weitere Fragen sind Thema im Letzte Hilfe Kurs!

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